Choquequirao, die Inkastadt hoch über dem Apurímac-Canyon in Peru
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Choquequirao: Der komplette Guide zur vergessenen Inkastadt in Peru

Choquequirao ist eine Inkastadt auf rund 3.050 Metern über dem Apurímac-Canyon in der Region Cusco. Sie ist nur zu Fuß erreichbar: Die Wanderung ab Capuliyoc dauert hin und zurück vier bis fünf Tage. Dafür teilen Sie die Ruinen im Schnitt mit rund 25 Besuchern pro Tag statt mit mehreren Tausend wie in Machu Picchu. Eine […]

Choquequirao ist eine Inkastadt auf rund 3.050 Metern über dem Apurímac-Canyon in der Region Cusco. Sie ist nur zu Fuß erreichbar: Die Wanderung ab Capuliyoc dauert hin und zurück vier bis fünf Tage.

Dafür teilen Sie die Ruinen im Schnitt mit rund 25 Besuchern pro Tag statt mit mehreren Tausend wie in Machu Picchu. Eine Seilbahn ist geplant, aber im Oktober 2026 noch nicht einmal vergeben.

Wir sind ein lokaler Reiseveranstalter aus Cusco und führen Gäste regelmäßig nach Choquequirao. In diesem Guide finden Sie die Fakten für 2026: Lage, Anreise, Trek, Eintritt, beste Reisezeit und den aktuellen Stand der Seilbahn.

Was ist Choquequirao? Die Schwesterstadt von Machu Picchu

Choquequirao in Peru: Blick von oben auf die Ruinen der Inkastadt mit Hauptplatz und Terrassen
Choquequirao von oben: Hauptplatz, Oberstadt und die Terrassen am Hang.

Choquequirao ist eine Inka-Stätte aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Der Name kommt aus dem Quechua (chuqi k’iraw) und wird meist mit „Wiege des Goldes“ übersetzt.

Die Anlage liegt auf einem Bergsporn hoch über dem Fluss Apurímac. Sie besteht aus Plätzen, Tempeln, Lagerhäusern, Wasserkanälen und sehr steilen Terrassen, die sich über mehrere hundert Höhenmeter verteilen.

Wer hat Choquequirao gebaut?

Viele Quellen nennen die Inka-Herrscher Pachacútec oder Túpac Yupanqui. Wissenschaftlich belegt ist das nicht. Peruanische Archäologen gehen von mehreren Bauphasen aus, von denen die wichtigste älter sein könnte als Machu Picchu.

Wahrscheinlich war Choquequirao ein Kontrollpunkt am Zugang nach Vilcabamba und ein Bindeglied zwischen Cusco und dem Amazonastiefland. Die Stätte wird mit Manco Inca verbunden, der sich nach 1536 nach Vilcabamba zurückzog.

Dass hier „die letzte Zuflucht der Inka“ lag, ist eine beliebte Deutung, aber keine gesicherte Tatsache.

Entdeckung und Ausgrabung

Der Ort wird schon 1768 schriftlich erwähnt. Der Franzose Eugène de Sartiges besuchte ihn 1834. Hiram Bingham kam 1909, zwei Jahre vor seiner Ankunft in Machu Picchu. Entdeckt hat er Choquequirao also nicht, aber international bekannt gemacht.

Freigelegt ist bis heute nur ein Teil der Anlage. Meist wird er auf 30 bis 40 Prozent geschätzt, eine offizielle Zahl gibt es nicht. Der Rest liegt noch unter dem Bergwald.

Warum „Schwester von Machu Picchu“?

Beide Stätten stammen aus derselben Epoche, liegen auf einem Bergsporn über einem Canyon und zeigen dieselbe Bauweise mit Terrassen, Plätzen und Kanälen. In der Luftlinie trennen sie nur rund 50 Kilometer.

Ein eigenes UNESCO-Welterbe ist Choquequirao nicht. Geschützt ist seit 2014 der Abschnitt Vitkos–Choquequirao des Inka-Straßennetzes Qhapaq Ñan.

Wo liegt Choquequirao? Lage und Höhe

Die Ruinen liegen in der Region Cusco, Provinz La Convención, Distrikt Santa Teresa. Der klassische Zugang beginnt aber in der Nachbarregion Apurímac, im Dorf Cachora und am Aussichtspunkt Capuliyoc.

Dazwischen fließt der Apurímac, der die Grenze zwischen beiden Regionen bildet. Deshalb lesen Sie je nach Quelle „Choquequirao, Cusco“ oder „Choquequirao, Apurímac“. Beides hat einen wahren Kern.

Die Stadt selbst verteilt sich auf rund 3.000 bis 3.100 Meter, der Hauptplatz liegt auf etwa 3.050 Metern. Zwischen Fluss und Ruinen liegen ungefähr 1.500 Höhenmeter.

Punkt der Route Höhe (ca.) Was Sie dort finden
Capuliyoc 2.900 bis 2.950 m Aussichtspunkt, Kontrollposten, Start des Wanderwegs
Chiquiska 1.900 bis 1.950 m Camp mit einfachen Mahlzeiten
Playa Rosalina (Fluss Apurímac) ca. 1.500 m Brücke, tiefster und heißester Punkt
Santa Rosa 2.000 bis 2.200 m Camp am Gegenhang
Marampata 2.850 bis 2.900 m Dorf mit Gästehäusern und Blick auf die Ruinen
Choquequirao 3.000 bis 3.100 m Archäologischer Park und Camp

Die Höhen stammen aus GPS-Aufzeichnungen und Angaben von Veranstaltern. Je nach Quelle weichen sie um 50 bis 150 Meter ab, eine amtliche Vermessung der Camps gibt es nicht.

Was Sie in Choquequirao sehen: Lama-Terrassen, Hauptplatz und Tempel

Für den Kern der Anlage brauchen Sie drei bis vier Stunden. Mit den Lama-Terrassen wird daraus fast ein ganzer Tag. Der Park ist laut der Kulturbehörde von Cusco täglich von 7 bis 16 Uhr geöffnet.

Hauptplatz und Oberstadt

Hauptplatz von Choquequirao mit Inka-Tor, zweistöckigen Gebäuden und Terrassen
Der Hauptplatz von Choquequirao mit den zweistöckigen Gebäuden, rechts die Terrassen.

Der Hauptplatz (Haucaypata) ist das Zentrum. Um ihn herum stehen zweistöckige Gebäude, lange Hallen (Kallankas) und Wasserbecken. Oberhalb liegen die Oberstadt (Hanan) und die Lagerhäuser, die über einen Kanal vom Berg versorgt wurden.

Ushnu, die Zeremonialplattform

Der Ushnu ist ein abgeflachter Hügel am Ende des Bergsporns. Von hier haben Sie den besten Rundblick auf den Canyon, die Ruinen und die Schneeberge der Vilcabamba-Kette. Mit etwas Glück kreisen Kondore über dem Tal.

Die Lama-Terrassen

Lama-Terrassen von Choquequirao mit Figuren aus weißem Quarzit in den Inka-Mauern
Die Lama-Terrassen: Figuren aus weißem Quarzit in den dunklen Terrassenmauern.

Das bekannteste Motiv liegt auf der Westseite, unterhalb des Hauptplatzes. In die Terrassenmauern sind rund 23 bis 24 Lamas aus weißem Quarzit eingesetzt, dazu einige menschliche und geometrische Figuren.

Entdeckt wurden sie erst 2004 vom Archäologen Zenobio Valencia aus Cusco. Alle Lamas blicken nach Norden, in Richtung des heiligen Berges Qoriwayrachina.

Der Abstieg zu den Terrassen führt über steile Inka-Treppen, und denselben Weg müssen Sie wieder hinauf. Rechnen Sie mit etwa zwei Stunden zusätzlich und heben Sie sich dafür Kraft auf.

Die beste Zeit für Fotos

Morgens hängt oft Nebel im Berg, am Nachmittag ist die Sicht meist klarer. Auf unserer Tour kommen Sie am Nachmittag an und gehen bei Sonnenaufgang noch einmal hinein. So sehen Sie die Anlage in beiden Stimmungen.

Anreise: So kommen Sie von Cusco nach Choquequirao

Eine Straße bis zu den Ruinen gibt es nicht. Sie fahren von Cusco vier bis fünf Stunden bis Capuliyoc und gehen von dort zu Fuß.

Die Strecke führt über die asphaltierte Straße Cusco–Abancay, vorbei an Limatambo, Curahuasi und dem Felsen von Saywite. Kurz danach zweigt eine Nebenstraße nach Cachora ab. Von Cachora führt eine Piste weiter bis Capuliyoc.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

  • Nehmen Sie in Cusco einen Bus Richtung Abancay und steigen Sie nach drei bis vier Stunden am Abzweig „Ramal de Cachora“ aus.
  • Von dort fahren Sammeltaxis und Taxis nach Cachora und weiter bis Capuliyoc. Feste Preise gibt es nicht, verhandeln Sie vor der Abfahrt.
  • Fahren Sie tagsüber. Das Auswärtige Amt rät in Peru von nächtlichen Überlandfahrten mit dem Bus ab.

Cachora oder Capuliyoc?

Cachora ist das Dorf mit Unterkünften, Läden und Maultiertreibern. Capuliyoc ist der Aussichtspunkt, an dem die Piste endet und der Wanderweg beginnt. Wer bis Capuliyoc fährt, spart sich zwei bis drei Stunden Fußweg auf der Piste.

Nehmen Sie genug Bargeld in Soles mit, am besten in kleinen Scheinen. Auf der ganzen Route gibt es keinen Automaten. Wo Sie in Cusco gebührenarm abheben, steht in unserem Guide zu Geldautomaten in Cusco.

Der Choquequirao Trek: Route, Dauer und Schwierigkeit

Choquequirao Trek: Wanderer fotografiert den Apurímac-Canyon, darüber ein Kondor
Auf dem Choquequirao Trek: Blick in den Apurímac-Canyon, rund 1.500 Höhenmeter über dem Fluss.

Der Choquequirao Trek ist hin und zurück 60 bis 65 Kilometer lang. Sie durchqueren den Apurímac-Canyon zweimal komplett. Das ergibt rund 3.000 bis 3.500 Höhenmeter im Aufstieg und ebenso viele im Abstieg.

Die Schwierigkeit ist nicht die Höhe, denn der höchste Punkt liegt mit rund 3.100 Metern tiefer als Cusco. Anstrengend sind die langen, steilen Abstiege und Aufstiege und die Hitze am Talboden.

Die Route in vier Tagen

Tag Etappe Gehzeit (ca.)
1 Cusco, Fahrt nach Capuliyoc, Abstieg über Chiquiska zum Fluss, Aufstieg nach Santa Rosa 6 bis 7 Stunden
2 Santa Rosa, Aufstieg nach Marampata, am Nachmittag weiter nach Choquequirao ca. 6 Stunden
3 Choquequirao bei Sonnenaufgang, Abstieg zum Fluss, Aufstieg nach Chiquiska 6 bis 7 Stunden
4 Chiquiska, Aufstieg nach Capuliyoc, Stopp am Saywite-Stein, Rückfahrt nach Cusco ca. 4 Stunden

So läuft auch unser Choquequirao Trek in 4 Tagen ab. Dort finden Sie den genauen Tagesablauf, die Leistungen und die Preise. Wer mehr Zeit in den Ruinen möchte, wählt fünf Tage.

Wie schwer ist der Trek wirklich?

Anspruchsvoll. Deutsche Reisemedien zählen ihn zu den härtesten Wanderungen in Peru. Sie brauchen keine Klettererfahrung, aber gute Kondition und belastbare Knie.

Als Training empfehlen wir Bergtouren mit 1.000 Höhenmetern am Tag. Wer das zu Hause an zwei Tagen hintereinander schafft, ist vorbereitet. Wanderstöcke entlasten die Knie auf den Abstiegen spürbar.

Im Vergleich: Inka Trail und Salkantay führen über Pässe von 4.200 bis 4.600 Metern, dort ist die Höhe das Problem. Choquequirao bleibt tiefer, verlangt aber mehr Höhenmeter pro Tag. Die beiden Klassiker vergleichen wir im Artikel Salkantay Trek oder Inka Trail.

Hitze und Mücken im Canyon

Am Fluss wird es tagsüber bis zu 28 Grad warm, nachts in Marampata kühlt es auf etwa 8 Grad ab. Starten Sie die Aufstiege früh am Morgen, bevor die Sonne im Hang steht.

Im unteren Canyon gibt es kleine Stechfliegen. Lange, leichte Kleidung und ein starkes Mückenschutzmittel gehören deshalb in jeden Rucksack.

Choquequirao ohne Guide oder mit Tour?

Beides ist möglich. Für Choquequirao gibt es keine Guide-Pflicht und kein Tageskontingent wie auf dem Inka Trail. Der Weg ist klar zu erkennen, und in jedem Camp können Sie zelten und einfach essen.

Auf eigene Faust

  • Zeltplätze in Chiquiska, Playa Rosalina, Santa Rosa und Marampata kosten meist um 2,50 Euro (3 US-Dollar) pro Nacht.
  • Einfache Zimmer in Marampata kosten etwa 8 bis 19 Euro (9 bis 22 US-Dollar).
  • Maultier mit Treiber kostet rund 21 bis 23 Euro (23 bis 26 US-Dollar) pro Tag. Den Rückweg des Treibers zahlen Sie mit.
  • Im Camp des Parks gibt es Toiletten und kalte Duschen, aber kein Essen zu kaufen.

Die Preise stammen aus Erfahrungsberichten von 2025 und 2026 und können schwanken. Insgesamt sollten Sie für vier Tage ohne Maultier mit etwa 135 bis 220 Euro (150 bis 250 US-Dollar) rechnen.

Mit geführter Tour

Gruppentouren über vier Tage kosten 2026 je nach Anbieter und Gruppengröße rund 290 bis 610 Euro (330 bis 690 US-Dollar). Private Touren liegen deutlich darüber.

Dafür tragen Maultiere das Gepäck, ein Koch kümmert sich um das Essen und ein lizenzierter Guide erklärt die Anlage. Vor Ort gibt es keine Schilder und keine Führungen, ohne Guide bleibt vieles nur Mauerwerk.

Unsere ehrliche Einschätzung

Erfahrene Bergwanderer mit eigenem Zelt, Spanischkenntnissen und Zeitreserve kommen allein gut zurecht. Allen anderen raten wir zur Tour: Mit 12 bis 15 Kilo auf dem Rücken wird der Aufstieg aus dem Canyon für viele zur Qual.

Choquequirao oder Machu Picchu: Vergleich und Verbindungstrek

Die beiden Stätten schließen sich nicht aus. Machu Picchu ist das Ziel für alle, Choquequirao das Ziel für Wanderer, die Ruinen ohne Gedränge erleben wollen.

Merkmal Choquequirao Machu Picchu
Höhe ca. 3.050 m ca. 2.430 m
Besucher ca. 8.000 bis 9.000 pro Jahr bis zu 5.600 pro Tag (Hochsaison 2026)
Zugang nur zu Fuß, zwei Tage hin und zwei zurück Zug und Bus oder Inka Trail
Eintritt für Erwachsene ca. 15 Euro (17 US-Dollar) ab ca. 39 Euro (44 US-Dollar)
Reservierung nicht nötig Pflicht, mit Datum, Route und Uhrzeit
Körperliche Anstrengung sehr hoch gering
Freigelegt geschätzt 30 bis 40 Prozent fast vollständig

Wie die Routen und Preise in Machu Picchu funktionieren, erklären wir im Guide zu den Machu Picchu Tickets.

Der lange Trek von Choquequirao nach Machu Picchu

Wer beides zu Fuß verbinden will, geht von Choquequirao weiter über Maizal und Yanama bis Santa Teresa und Aguas Calientes. Das dauert sieben bis neun Tage und führt über Pässe von rund 4.600 Metern.

Mit über 100 Kilometern ist das eine der härtesten Routen im Süden Perus und nur etwas für erfahrene, gut akklimatisierte Bergwanderer. Alle anderen Wege zur Inkastadt finden Sie unter Welcher Weg führt nach Machu Picchu?

Seilbahn nach Choquequirao: Stand Oktober 2026

Seilbahn nach Choquequirao: Visualisierung der geplanten Gondelbahn über den Ruinen
Visualisierung: So könnte die geplante Seilbahn nach Choquequirao aussehen. Gebaut ist sie noch nicht.

Es gibt keine Seilbahn nach Choquequirao, und es wird auch noch keine gebaut. Das Projekt steckt im Oktober 2026 weiter in der Ausschreibung. Einige deutsche Seiten melden noch immer, die Bahn sei „im Bau“ oder seit 2015 in Betrieb. Beides ist falsch.

Was geplant ist

  • Kosten: rund 261 Millionen US-Dollar (etwa 230 Millionen Euro), als öffentlich-private Partnerschaft.
  • Zuständig: das Tourismusministerium MINCETUR und die staatliche Investitionsagentur ProInversión.
  • Südtrasse (Apurímac): 4,2 Kilometer Seilbahn von Kiuñalla bei Huanipaca direkt nach Choquequirao.
  • Nordtrasse (Cusco): zwei Abschnitte von San Juan über Maizal nach Choquequirao, zusammen 6,4 Kilometer.
  • Fahrzeit: etwa 20 Minuten statt zwei Tagen zu Fuß.

Wann die Seilbahn kommt

Die Vergabe wurde seit 2024 mehrfach verschoben. Zuletzt nannte ProInversión Oktober bis November 2026 als Termin, mit Baubeginn 2027.

Der Vertrag sieht fünf Jahre für Planung und Bau vor. Selbst ohne weitere Verzögerung fährt die Bahn also nicht vor 2030. Die Behörden rechnen danach mit bis zu einer Million Besuchern pro Jahr statt 8.000.

Für Sie heißt das: 2026, 2027 und sehr wahrscheinlich auch die Jahre danach bleibt Choquequirao ein reines Wanderziel. Wer die Stätte fast leer erleben will, hat noch Zeit, sollte aber nicht ein Jahrzehnt warten.

Beste Reisezeit und Wetter für Choquequirao

Die beste Zeit ist die Trockenzeit von Mai bis Oktober. Am angenehmsten sind Mai und Juni, wenn der Canyon noch grün ist, sowie September und Anfang Oktober.

Juli und August sind am trockensten, aber auch die Monate mit den meisten Wanderern und der stärksten Mittagshitze am Fluss.

Achtung: Sperrung in der Regenzeit

Von Dezember bis März regnet es stark, der Weg wird rutschig und es drohen Erdrutsche. 2026 sperrte die Kulturbehörde alle Zugänge ab dem 1. Februar. Die Route ab Capuliyoc öffnete offiziell erst wieder am 15. April 2026.

Auch 2025 war der Park ab März wegen Steinschlags wochenlang geschlossen. Planen Sie Choquequirao deshalb nicht für Februar oder März, auch wenn für 2027 noch keine Sperrung angekündigt ist.

Wie sich die Monate in der Region unterscheiden, zeigt unser Überblick zum Wetter in Cusco.

Eintritt, Kosten und Übernachtung

Der Eintritt kostet ca. 15 Euro (17 US-Dollar) für Erwachsene, egal ob aus Peru oder aus dem Ausland. So steht es im gültigen Tarifverzeichnis des peruanischen Kulturministeriums.

Kategorie Eintritt
Erwachsene ca. 15 Euro (17 US-Dollar)
Studierende mit Ausweis ca. 8 Euro (9 US-Dollar)
Kinder und Jugendliche von 3 bis 17 Jahren ca. 6 Euro (7 US-Dollar)
Ab 60 Jahren 50 Prozent Ermäßigung
Kinder unter 3 Jahren frei

Bezahlt wird bar in Soles am Kontrollposten auf der Route, den Reisepass müssen Sie vorzeigen. Eine Reservierung im Voraus ist nicht nötig. Deutlich höhere Preise, die im Netz kursieren, sind nicht offiziell.

Wo Sie übernachten

Zeltlager auf dem Choquequirao Trek mit Blick über den Apurímac-Canyon
Zeltlager auf dem Choquequirao Trek, mit Blick über den Canyon.

Hotels gibt es auf der Route nicht. Sie schlafen im Zelt oder in einfachen Gästehäusern bei Familien, vor allem in Marampata. Auf einer Tour sind Zelt, Isomatte und alle Mahlzeiten inklusive.

Im Park dürfen Sie nur auf dem offiziellen Campingplatz zelten. Drohnen brauchen eine Genehmigung der Kulturbehörde, und Ihren Müll tragen Sie selbst wieder hinaus.

Unser Fazit: Für wen lohnt sich Choquequirao?

Choquequirao lohnt sich, wenn Sie gern und ausdauernd wandern und eine große Inkastadt fast für sich allein haben möchten. Es ist kein Ersatz für Machu Picchu, sondern das Gegenstück dazu.

Wenn Sie die Wanderung mit Guide, Koch und Maultieren planen möchten, sehen Sie sich unseren Choquequirao Trek in 4 Tagen an oder alle Angebote auf der Seite Choquequirao. Weitere Routen finden Sie im Überblick Trekking in Peru.

Häufige Fragen zu Choquequirao

Kann man Choquequirao ohne Wanderung besuchen?

Nein. Es gibt weder Straße noch Zug noch Seilbahn. Der einzige Weg führt zu Fuß durch den Apurímac-Canyon, mindestens zwei Tage hin und zwei zurück. Ein Reitmaultier kann einen Teil der Strecke erleichtern.

Wie viele Tage braucht man für Choquequirao?

Vier Tage sind das Minimum und für trainierte Wanderer gut machbar. Mit fünf Tagen haben Sie einen vollen Tag in den Ruinen und kürzere Etappen.

Besteht in Choquequirao Gefahr von Höhenkrankheit?

Kaum. Der höchste Punkt liegt bei rund 3.100 Metern und damit unter Cusco (3.400 Meter). Verbringen Sie vorher trotzdem zwei bis drei Tage in Cusco, damit sich Ihr Körper an die Höhe gewöhnt.

Ist Choquequirao im Februar geöffnet?

Darauf sollten Sie sich nicht verlassen. 2026 war der Park vom 1. Februar bis Mitte April gesperrt, 2025 ab März. Die sichere Reisezeit beginnt im Mai.

Ist der Choquequirao Trek für Kinder geeignet?

Ein offizielles Mindestalter gibt es nicht. Wegen der Höhenmeter und der Hitze empfehlen wir den Trek erst für sportliche Jugendliche ab etwa 14 Jahren.

Muss ich den Eintritt für Choquequirao vorher buchen?

Nein. Es gibt kein Tageskontingent, Sie zahlen bar am Kontrollposten. Bei einer geführten Tour ist der Eintritt in der Regel schon enthalten.

Gibt es unterwegs Trinkwasser und Handyempfang?

Wasser bekommen Sie in jedem Camp, Sie sollten es aber filtern oder abkochen. Flaschenwasser wird teuer verkauft. Handyempfang gibt es im Canyon so gut wie nicht.

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